Konsultationsprozess und Einbezug relvanter Akteure der Zivigesellschaft

 

 Konsultierte Stakeholder


Die Umsetzung des Jahres kann nur erfolgreich sein, wenn die nationalen Prioritäten von allen relevanten Akteuren, den Verbänden und Organisationen im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements mitgetragen und unterstützt werden. Vor diesem Hintergrund wurde die Zivilgesellschaft in den Prozess der Erarbeitung des nationalen Programms und der Vorbereitung der Projekte einbezogen und aktiv beteiligt.

 


Ein wichtiger Partner bei der Vorbereitung und Planung war das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, ein Zusammenschluss von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Staat und Wirtschaft, insbesondere die im Januar 2010 neu gegründete Arbeitsgruppe 9 „Engagement und Partizipation in Europa“. Daneben wurden die übrigen Ressorts der Bundesregierung, die Bundesländer, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände der Zivilgesellschaft beteiligt. Eine ausführliche Liste der beteiligten staatlichen Stellen, Einrichtungen und Organisationen liegt bei.

 


Konsultationsprozess


Im Frühjahr 2010 wurden alle relevanten Akteure schriftlich über die Entscheidung des Rates zur Durchführung des Europäischen Jahres 2011 informiert und zur Mitarbeit eingeladen. Es wurde darum gebeten, die zuständigen Personen zu benennen und das Schreiben ggf. weiterzuleiten.
Im März 2010 hat die nationale Koordinierungsstelle den Bundesverband deutscher Stiftungen ausführlich über die Ziele des Jahres, die Planungen zur Umsetzung in Deutschland und das weitere Verfahren unterrichtet.
Der zuständige Ausschuss des Deutschen Bundestages wurde im April 2010 schriftlich über die Ziele des Jahres und das weitere Verfahren informiert. Im April und Juni 2010 hat die nationale Koordinierungsstelle für das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit an den Sitzungen der AG 9 des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement teilgenommen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassend über den jeweils aktuellen Sachstand und das weitere Verfahren informiert. In den Sitzungen wurden auch erste Ideen für die Umsetzung diskutiert.

 


Im Rahmen der Bund-Länder-Kommunen-Arbeitsgruppe zum Thema „Engagement“ wurden im April 2010 die Bundesländer ebenfalls umfassend über den Sachstand und das weitere Verfahren informiert. Bundesressorts und Bundesländer wurden im Mai 2010 schriftlich gebeten, ihre im Rahmen des Europäischen Jahres geplanten Aktivitäten mitzuteilen.
Bei der deutschen Übersetzung des Slogans der EU-Kommission für das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit wurden die o.g. Akteure im Rahmen einer breiten Abstimmung beteiligt, ihre Vorschläge wurden aufgegriffen und in den Prozess eingespeist. Die dabei abgestimmte Variante lautet: "Freiwillig. Etwas bewegen!"

 


Im Juli wurde ein Entwurf des nationalen Programms zur Kommentierung und Ergänzung an Bundesressorts, Länder, Kommunen und Verbände und Organisationen der Zivilgesellschaft geschickt. Zeitgleich wurde dazu aufgerufen, Vorschläge zur Umsetzung des Europäischen Jahrs der Freiwilligentätigkeit in Deutschland einzureichen. Insgesamt wurden über 70 Projekte vorgeschlagen. Die große und positive Resonanz zeigt, wie stark das Interesse und der Bedarf am Austausch zum Thema bürgerschaftliches Engagement ist und welche Bedeutung das Thema bürgerschaftliches Engagement gewonnen hat. Insgesamt acht Projekte wurden nach folgenden Kriterien ausgewählt:

 


•    Verfolgung der Ziele des europäischen Programms des EJF 2011
•    Übereinstimmung mit den nationalen Prioritäten des EJF 2011
•    breite Beteiligung verschiedener Akteure
•    Heterogenität der Akteure
•    Impulse zur Weiterentwicklung
•    Übertragbarkeit
•    Nachhaltigkeit der Maßnahmen

 


Im Rahmen der Gesamtschau spielte zudem die thematische Ausrichtung und die regionale Verteilung eine Rolle.