Als Senior im „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011“

- Foto: Dietmar Eisenhammer
Dr. Dietmar Eisenhammer, bis 2004 in leitender Tätigkeit in der Mainzer Staatskanzlei für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Belgien, Luxemburg und Frankreich sowie der Schweiz tätig, engagiert sich beispielhaft im Ruhestand. Finden Sie hier seinen lesenswerten Bericht zu seinem Freiwilligeneinsatz beim Internationalen Bauorden:
„Seit 2005 bin ich als jetzt 67-jähriger „älterer Freiwilliger“ im Rahmen von bislang sieben praktischen sozialen Einsätzen in Italien, Frankreich, der Ukraine und Deutschland unterwegs sowie in vielfältigen europäischen Gremien als Berater und Experte eingebunden. Nach meinem aktiven Berufsleben stand für mich fest, mich für soziale Projekte in Europa zu engagieren. Dabei fand ich beim „Internationalen Bauorden“ in Ludwigshafen (www.bauorden.de) eine Organisation, die europaweit solche Freiwilligeneinsätze nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Senioren vermittelt. Ich ergriff die Chance, um als Senior in dieser Lebensphase aktiv und unternehmungslustig zu bleiben, Energie für neue Aktivitäten zu tanken sowie das Erfahrungspotential auch noch im Alter zu nutzen und zu erweitern. Nicht nur die Jugend ist die Zukunft Europas, sondern auch die Älteren.
Meine Einsätze erforderten volle Arbeit mit beiden Händen bei körperlich guter und gesunder Konstitution. Die Baucamp-Gruppe war immer international mit Jugendlichen gemischt. Dabei war ich oftmals der einzige „Ältere“. Die Arbeitszeit belief sich im Durchschnitt auf 35 – 40 Wochenstunden. Die Unterkunft war einfach. Das Essen immer landestypisch und hervorragend. Die 14-tägigen Aufenthalte in den europäischen Baucamps waren für mich stets eine große Bereicherung und gleichzeitig eine neue Herausforderung gewesen. Ich habe viele Eindrücke und Erlebnisse mit nach Hause genommen. Ich freue mich auf meine nächsten Einsätze als „älterer Freiwilliger“ in Europa!
Das „Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ist deshalb eine gute Gelegenheit, auch andere Senioren zu motivieren, sich in und für Europa freiwillig einzubringen. Gleichzeit ist das EJF 2011 für mich Bestätigung und Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen!“
„Gestatten: 30plus“

- Foto: Das Projekt-Team
Zurück in die Zukunft - Neue Chancen für bürgerschaftliches Engagement
„Ich hatte schon immer mal vor, mich ehrenamtlich für meine Mitmenschen und die Gesellschaft zu engagieren.“ So wie Anastasios Sahle (37 J.) denken viele in Deutschland. Warum jedoch der guten Absicht oft keine Taten folgen, hat viele Gründe. Ein wesentlicher ist Zeitmangel. Job, Familie, Freundeskreis – die Anforderungen des Alltags sind vielfältig. Wer sich darüber hinaus noch ehrenamtlich engagieren möchte, erwartet Angebote, die genau in die individuelle Lebensplanung passen. Hiervon betroffen sind vor allem die 30- bis 50-Jährigen. Aber auch viele ehemalige Aktive in einer Reihe von Jugendverbänden, die dort nach Vollendung des 30. Lebensjahres nicht mehr aktiv sein dürfen.
Um vor diesem Hintergrund passgenaue Betätigungsfelder zu entwickeln, die der Lebenswirklichkeit von 30- bis 50-Jährigen entsprechen, hat das Bezirksjugendwerk der AWO Niederrhein das Projekt „30plus- Neues interkulturelles bürgerschaftliches Engagement für und von 30- bis 50-Jährige/n“ auf den Weg gebracht. Als Kooperationspartner konnten die AWO Kreisverbände Düsseldorf, Kleve, Leverkusen, Mettmann und Solingen gewonnen werden. Gemeinsam mit den Kreisverbänden, regionalen Netzwerken und Vereinen von Bürgerinnen und Bürgern mit Zuwanderungsgeschichte werden zurzeit die Möglichkeiten für ein künftiges interkulturelles bürgerschaftliches Engagement ausgelotet, um das enorme brach liegende Potenzial bei den 30- bis 50-Jährigen zu aktivieren.
Karin Kortmann (SPD), Sprecherin der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements (1999-2002)“, hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. „Junge Menschen haben bei ihrem Engagement oftmals andere Vorstellungen als die, die traditionelle Vereins- und Verbandsarbeit zulässt. Das Gefühl, sich für eine längere Zeit binden zu müssen, schreckt viele von ihnen eher ab. Verbände müssen akzeptieren, dass es neben einem „lebenslangen“ Engagement auch ein so genanntes Lebensabschnittsengagement gibt", so Kortmann.
"Das EJF bedeutet für uns eine gute Gelegenheit, den Stellenwert des Bürgerschaftlichen Engagements einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen, da es für eine soziale und solidarische Gesellschaft in Deutschland und Europa unerlässlich ist. Ehrenamtliches Engagement ist vielseitiger als viele denken. Es ist wichtig, diese Vielfalt zu erhalten und andere Mitmenschen, über alle Generationen hinweg, hierfür zu mobilisieren", so Thomas Zimmermann, Vorstandsvorsitzender des Bezirksjugendwerks der AWO Niederrhein.
Das Modellprojekt wird von der Glücksspirale gefördert und ist auf drei Jahre angelegt.
Kontakt
Thomas Bibisidis / Nadia Khalaf
Tel.: 0201/3105-262 oder - 284
E-Mail: Thomas.Bibisidis@awo-niederrhein.de / Nadia.Khalaf@awo-niederrhein.de
www.jugendwerk.de
Ehrensache Natur – Freiwillige in Parks

- Foto: EUROPARC Deutschland
Das Freiwilligenprogramm in den Nationalen Naturlandschaften
Das bundesweite Freiwilligenprogramm in den Nationalen Naturlandschaften (Nationalparks, Naturparks, Biosphärenreservate) lädt Jung und Alt ein, in einer Vielzahl von Naturschutz- und Umweltbildungsprojekten der Parks mit anzupacken. Die „Freiwilligen in Parks“ helfen hauptamtlichen Rangern z.B. Bäume zu pflanzen, Vögel zu zählen, Nisthilfen zu bauen, Naturinteressierte zu informieren, Ausstellungen zu betreuen, Wanderwege instand zu setzen, Schilder zu erneuern und Fotoarchive zu erweitern.
Durch die ehrenamtliche Mitarbeit bekommen die Freiwilligen – Bewohnerinnen und Bewohner wie auch Gäste der Nationalen Naturlandschaften – Gelegenheit, Natur hautnah zu erleben und „Insider“ eines Schutzgebietes zu werden. Die vielfältigen Angebote, etwas Sinnvolles zu tun, Verantwortung zu übernehmen, das eigene Umfeld mit zu gestalten und gleichzeitig den eigenen Horizont zu erweitern, locken jedes Jahr mehr Aktive in die Parks.
Das Programm wurde wiederholt als offizielles Projekt der UN-Dekade der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (2005-14) ausgezeichnet.
Das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 wird als willkommener Anlass genutzt, um u.a. die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern zu intensivieren. Geplant sind parallele Fachveranstaltungen, öffentlichkeitswirksame Aktionstage und der Austausch von „Freiwilligen in Parks“ europaweit.
Kontakt
Anne Schierenberg (Projektkoordinatorin)
EUROPARC Deutschland e.V.
Friedrichstr. 60
10117 Berlin
Tel.: 030 / 288 78 82-15
Fax: 030 / 288 78 82-16
E-Mail: Anne.Schierenberg@europarc-deutschland.de
Websites: www.europarc-deutschland.de | www.freiwillige-in-parks.de
AWO ExChange

- Foto: AWO ExChange
"Es ist wichtig, dass der Staat seiner sozialen Verantwortung gerecht wird, aber der Staat kann nicht alles richten. Nur wenn sich Menschen zusätzlich freiwillig engagieren, bekommt unsere Gesellschaft ein menschliches und soziales Gesicht. Die Gesellschaft braucht Menschen, die sich unentgeltlich engagieren, Menschen also, die anderen Menschen einen kleinen Teil ihrer Zeit spenden.
Die Arbeiterwohlfahrt freut sich auf Menschen, Frauen und Männer, junge und alte Bürger, die sich engagieren und eigene Ideen einbringen wollen.
Deshalb ist AWO ExChange ein Dienstleistungsangebot, bei dem es grundsätzlich um die Akquise, Vermittlung und insbesondere eine adäquate Betreuung von freiwillig Engagierten Menschen geht. Dazu zählt vor allem die Anerkennung ihrer Tätigkeit. Freiwillige aus ganz Europa finden in AWO ExChange eine Anlaufstelle und nutzen diese, wenn sie ihre Ideen und Bestrebungen nach einem Ehrenamt umsetzen wollen. Sie gewinnen dafür zum Beispiel Sprachkompetenz, Anerkennung, Erfahrung und Einblicke in soziale Einrichtungen. Wir bieten unterschiedliche Engagementmöglichkeiten in unseren verschiedenen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulstationen, Horten, Seniorenfreizeitstätten, Jugendfreizeiteinrichtungen, Altenpflegeheimen o.ä..
Mit ihrem Engagement helfen unsere freiwilligen Mitarbeiter anderen Menschen, gestalten unsere Einrichtungen mit und verändern unsere Gesellschaft im positiven Sinne. Die generationsübergreifende Ausrichtung des Freiwilligendienstes ermöglicht eine Einbeziehung aller Altersgruppen. Bei uns können sich Jung und Alt begegnen und kennen lernen. Unser Anspruch ist es, gemeinsam den passenden Engagement-Bereich heraus zu finden. Nur wenn man sich im Team oder in der sozialen Einrichtung wohl fühlt, ist man mit Engagement und Freude dabei. Dazu werden die Freiwilligen kontinuierlich begleitet und haben die Möglichkeit zu Weiterbildungen.
AWO-ExChange wirkt u.a. im Berliner Landesnetzwerk "aktiv in Berlin", im Netzwerk Ehrenamt Neukölln und im Programm "Freiwilligendienste aller Generationen" mit. Wir freuen uns über jede Form des persönlichen Engagements. Sie sind jederzeit herzlich willkommen!"
"Im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit werden wir Menschen über die Grenzen hinaus einladen, die Zukunft gemeinsam solidarischer zu gestalten."
Kontakt
Daniel Winkler, Projektleitung
Arbeiterwohlfahrt Berlin, Kreisverband Südost e. V.
Falkstr. 27
12053 Berlin
Tel.: 030 / 284 726 310
E-Mail: Daniel-Winkler@awo-suedost.de
Website: www.awo-suedost.de
LesBiSchwules Parkfest im Volkspark Friedrichshain

- Foto: www.parkfest-friedrichshain.de
Das Event fand zum ersten Mal 1998 im Rahmen der Feiern zum 150. Jubiläum des Volksparkes in Friedrichshain (damals noch mit der Location Schwanenteich) statt. 2001 gab es kaum noch Leute, die das Fest organisieren wollten, so dass die Arbeiterwohlfahrt Friedrichshain die Organisation gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und Piffl Medien GmbH (Betreiber Freiluftkino Friedrichshain) übernahm.
Seitdem findet das LesBiSchwule Parkfest einmal im Jahr (meistens der 2.
oder 3. Sonnabend im August) im Freiluftkino des Volksparks Friedrichshain statt und konnte sich neben Berliner CSD und Motzstraßenfest zu einem sommerlichen Szene-Event mit rund 6.000 Besucherinnen und Besuchern sowie zahlreichen freien Trägern etablieren.
Neben dem ehrenamtlichen Engagement derjenigen, die das Fest planen und organisieren, tragen insbesondere die vielen Berliner Vereine und Träger der Community zum guten Gelingen des Events bei.
Ohne Sponsoren, Förderer und ehrenamtliches Engagement wäre ein Fest wie das LesBiSchwule Parkfest kaum denkbar bzw. es könnte keine kostenlose Veranstaltung inklusive abwechslungsreichem Bühneprogramm sein. Das Konzept funktioniert mittlerweile seit dreizehn Jahren und wird am 20. August 2011 in die vierzehnte Runde gehen.
Schnell hat sich herumgesprochen, dass das LesBiSchwule Parkfest kein kommerzielles Fest ist, was den Charakter dieses Events im Unterschied zu anderen Berliner-Szene Veranstaltungen ausmacht und somit viele Gäste anzieht.
Im Vordergrund steht noch immer das Motto "Ein Fest für Alle!" - Ein Fest, das sich klar gegen Diskriminierung ausspricht.
Kontakt
Nicole Behrens (Pressereferentin)
AWO Friedrichshain-Kreuzberg e.V.
Karl-Marx-Allee 93a
10243 Berlin
Tel.: 030 / 41 93 43 29
Fax: 030 / 42 08 92 99
E-Mail: n.behrens@awo-friedrichshain-kreuzberg.de
Website: www.parkfest-friedrichshain.de
Mein PlanB: Online-Beratung zwischen Schule und Beruf

- Plakat: Mein Plan B
Das Projekt „Mein PlanB“ richtet sich vornehmlich an sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte junge Menschen, die sich im Übergang von Schule in Ausbildung oder Arbeit befinden. In Form von Mail- und Chatberatung werden junge Menschen bei der Entwicklung und Realisierung beruflicher Lebensentwürfe unterstützend begleitet. Sie erhalten Informationen rund um die Themen Schule/Ausbildung und Ausbildungsalternativen. Dabei übernimmt „Mein PlanB“ neben dem Angebot der Beratung durch Online-Mentor(inn)en auch eine Art Lotsenfunktion. Die Jugendlichen werden so gezielt auf Beratungsstellen und -angebote sowie auf Projekte und Maßnahmen vor Ort, die sich an junge Menschen im Übergang Schule – Beruf richten, aufmerksam gemacht.
Das Internet ermöglicht, dass die Beratung und Hilfe zeitlich und örtlich unabhängig für Ratsuchende erreichbar ist. Die Online-Beratung bietet ohne viel Aufwand einen zunächst unverbindlichen, unkomplizierten, kostenlosen und niedrigschwelligen Zugang zu Informationen. Die Online-Mentor(inn)en sind engagierte Ehrenamtliche, die ihre (beruflichen) Erfahrungen an die jungen Menschen weitergeben und sie bei der aktiven Planung ihrer beruflichen Perspektive unterstützen und motivieren. Daneben sollen auch junge Menschen, die den Ratsuchenden lediglich ein kurze Zeit voraus sind, als peer-Mentor(inn)en Erfahrungen und Wissen an die Ratsuchenden weitergeben. Alle Mentor(inn)en werden intensiv auf ihre Aufgaben vorbereitet und von Fachkräften vor Ort begleitet und unterstützt.
Der Deutsche Caritasverband e. V. (DCV) führt in gemeinsamer Trägerschaft mit IN VIA Deutschland e. V. das Projekt „Mein PlanB: Online-Beratung zwischen Schule und Beruf“ in drei Projektregionen mit jeweils zwei Projektstandorten durch. IN VIA Köln und der Sozialdienst katholischer Frauen in Düren bilden, neben dem Caritasverband Darmstadt und dem Förderband e.V. Mainz sowie dem Caritasverband Berlin und IN VIA Berlin eine Tandempartnerschaft.
Kontakt
Rüdiger Rollwagen
Telefon: 0761/ 200 - 267
E-Mail: Ruediger.Rollwagen@caritas.de
Website: www.mein-planB.de





